Beim Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia vom 5. bis 9. Mai 2026 in Berlin durfte das Joliot-Curie-Gymnasium mit seiner U16-Mannschaft ein unvergessliches sportliches Abenteuer erleben. Nach der erfolgreichen Qualifikation über das Landesfinale reisten zehn Sportlerinnen der Jahrgänge 2011 bis 2013 voller Vorfreude und Motivation in die Hauptstadt, um sich mit den besten Schulmannschaften Deutschlands zu messen.

Bereits die Teilnahme am Bundesfinale war ein großer Erfolg und eine besondere Auszeichnung für das junge Team. Viele der Spielerinnen gehörten zu den jüngeren Jahrgängen des Turniers, sodass von Beginn an klar war, dass man sich gegen körperlich deutlich überlegene und teilweise erfahrenere Mannschaften behaupten musste. Dennoch zeigte die Mannschaft vom Joliot-Curie-Gymnasium von der ersten Minute an großen Einsatz, Teamgeist und bemerkenswerten Kampfwillen.

In der Vorrunde trat das Team in Staffel D an und belegte dort den 4. Platz. Trotz großem Einsatz gingen alle drei Spiele der Gruppenphase verloren. Gegen das Otto-Hahn-Gymnasium Ostfildern unterlag das Team knapp mit 13:15, ebenso gegen die Sportschule Halle mit 14:16. Besonders anspruchsvoll war die Begegnung mit dem Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt, das später sogar das Finale erreichte. Auch hier zeigte das Joliot-Curie-Gymnasium eine starke Leistung und hielt vor allem über eine Halbzeit sehr gut mit, musste sich am Ende jedoch mit 12:20 geschlagen geben.

Gerade in diesen Spielen wurde deutlich, dass das junge Team sportlich absolut konkurrenzfähig war. Allerdings zeigte sich auch das ungleiche Kräfteverhältnis: Viele Gegnerinnen waren körperlich deutlich weiter entwickelt und verfügten über mehr Erfahrung auf diesem hohen Niveau. Dennoch bewiesen die Spielerinnen des Joliot-Curie-Gymnasiums großen Mut, Spielstärke und enorme Moral.

In der anschließenden Zwischenrunde wartete das Besselgymnasium Minden. In einem intensiven und umkämpften Spiel musste man sich erneut knapp mit 14:17 geschlagen geben. Umso größer war anschließend die Freude über den verdienten 22:19-Erfolg gegen das Gymnasium Saarbrücken, mit dem sich das Team für das Spiel um Platz 11 qualifizierte.

Dort trafen die Spielerinnen auf das Gymnasium Nieder-Olm. Noch einmal mobilisierte die Mannschaft alle Kräfte und lieferte einen großartigen Kampf. Mit viel Leidenschaft, Mut und Einsatzbereitschaft hielten die Mädchen bis zum Schluss dagegen. Am Ende stand eine knappe 19:22-Niederlage, die zwar zunächst enttäuschend war, den starken Gesamtauftritt der Mannschaft jedoch keineswegs schmälern konnte.

Doch ein Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia besteht aus weit mehr als nur den Spielen auf dem Spielfeld. Neben dem sportlichen Wettbewerb sammelten die Schülerinnen zahlreiche Eindrücke und unvergessliche Erlebnisse. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Futuriums, wo spannende Einblicke in die Welt von morgen gewonnen werden konnten. Ebenso sorgten ein gemeinsamer Stadtbummel durch Berlin und ein ausgiebiger Shopping-Nachmittag in der Mall of Berlin für beste Stimmung und viele schöne Momente abseits des Sports.

Den feierlichen Abschluss bildete die beeindruckende Abschlussveranstaltung, die mit spektakulären Showacts, mitreißender Musik und einer großartigen Atmosphäre für Gänsehautmomente sorgte. Hier wurde noch einmal deutlich, welch besonderes Erlebnis dieses Bundesfinale für alle Beteiligten war.

Auch wenn am Ende kein Platz unter den Top Ten stand, war die Teilnahme ein voller Erfolg. Die jungen Sportlerinnen sammelten wertvolle Erfahrungen, wuchsen als Team noch enger zusammen und bewiesen, dass sie auch gegen starke Konkurrenz mutig und leistungsstark auftreten können. Gerade angesichts des jungen Alters und des teilweise ungleichen Kräfteverhältnisses ist das Erreichte besonders hoch einzuschätzen.

Das Bundesfinale in Berlin wird den zehn Spielerinnen des Joliot-Curie-Gymnasiums sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben – als sportliche Herausforderung, als gemeinsames Abenteuer und als Motivation für kommende Wettkämpfe.

 

Bericht: Kathrin Täschner

 

Fotos: (c) Frau Täschner