Von der Begabtenförderung zum Umwelt-Ehrenpreisträger 2026
Am 01.07.02026 verlieh der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch, an 11 Preisträger den aller zwei Jahre zu vergebenden Umwelt-Ehrenpreis 2026 im Freistaat Sachsen.
Preisträger in der Kategorie „Naturschutz und Boden/Geologie“ war u.a. Constantin Schütz aus Görlitz für die „Vermittlung biologischer Artenkenntnis und Förderung naturwissenschaft-lichen Engagements“
Aus der Laudatio (sinngemäß):
Constantin Schütz engagiert sich bereits in jungem Alter mit großer Fachkompetenz und persönlichem Einsatz für die Vermittlung biologischer Artenkenntnis, naturwissenschaftliche Bildung und gesellschaftliches Ehrenamt. Der 19-jährige Biologiestudent unterstützt seit über drei Jahren die Entomologie-Spezialistenlager für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 -9 im Schulamtsbereich Bautzen. Gemeinsam mit erfahrenen Fachexperten vermittelt er dort fundierte Kenntnisse zur Insektenkunde (Entomologie), biologischen Vielfalt und wissenschaftlichen Arbeitsweise. Die vom Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB), Standort Bautzen im Rahmen der Begabtenförderung initiierten Spezialistenlager Biologie und mit Unterstützung der Landestiftung Natur und Umwelt organisierten Spezialistenlager, leisten seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Förderung naturwissenschaftlich interessierter Jugendlicher.
Die Planung der Spezialistenlager liegt in den Händen eines von der LaSuB Bautzen berufenen Biologielehrers, zurzeit ist das Herr Christoph Drossel vom Joliot-Curie-Gymnasium Görlitz. Fachlehrer aus dem Schulamtsbereich Bautzen wirken als pädagogische und fachliche Betreuer. So begleitete Herr Andreas Lehmann, Biologielehrer am Friedrich-Schleiermacher-Gymnasium Niesky als langjähriger pädagogischer Leiter des Entomologie-Spezialistenlagers, Constantin Schütz bei der Auszeichnungsveranstaltung.
Im Juni 2025 legte Constantin Schütz erfolgreich sein Abitur am Curie-Gymnasium in Görlitz ab und studiert seit Oktober 2025 Biologie an der Universität Würzburg mit dem Ziel, sich langfristig der Entomologie und Biodiversitätsforschung zu widmen. Bereits während seiner Schulzeit erlangte Constantin Schütz Anerkennung in der Fachwelt. Seine Arbeit »Das Artproblem in der Biologie am Beispiel der Eulenfalter Noctua janthina und Noctua janthe« wurde als außergewöhnliche wissenschaftliche Leistung mit dem Hans-Riegel-Preis 2023 an der TU Dresden gewürdigt.
Neben seinem wissenschaftlichen Engagement ist Constantin Schütz auch kulturell und gesellschaftlich aktiv. Seit 13 Jahren spielt er Akkordeon, davon sieben Jahre im Jugendshow-Orchester Görlitz, und war drei Jahre Mitglied der Schulband »SWIP«.
Besonders hervorzuheben ist sein langjähriger ehrenamtlicher Einsatz bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Seit zwölf Jahren betreibt er Rettungsschwimmen und unterstützt seit fünf Jahren den Wachdienst am Berzdorfer See sowie den Katastrophenschutz im Landkreis Görlitz als Einsatztaucher.
Hintergrund
Mit dem Umwelt-EHRENPREIS 2026 würdigt der Freistaat Sachsen herausragende Leistungen und besonderes Engagement für Umwelt- und Naturschutz.
Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden im Rahmen eines Vorschlagsverfahrens nominiert. Die Fachabteilungen des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft konnten gemeinsam mit fachbezogenen Interessenverbänden besonders hervorragende Projekte, Leistungen und Aktivitäten für die Auszeichnung nominieren. Eine interne Jury unter Leitung von Herrn Staatssekretär Ulrich Menke wählte daraus die Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien »Land- und Forstwirtschaft«, »Wasser, Luft und Lärm« sowie »Naturschutz und Boden/Geologie« aus. Die Verleihung der insgesamt elf Umwelt-EHRENPREISE 2026 nahm Herr Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch am 1. Juli 2026 im Rahmen einer festlichen Veranstaltung in der Sächsischen Staatskanzlei vor.
Die Auszeichnung ist jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro (für natürliche Personen) oder 5.000 Euro (für juristische Personen) sowie einer Ehrenurkunde verbunden. Als Präsent wurde jeweils eine Pflanze Ehrenpreis überreicht. Sie ist die Namensgeberin und Symbol der Preisvergabe.
