Görlitz’ Oberbürgermeister Octavian Ursu zu Gast am Joliot-Curie-Gymnasium

Am 3. Juni 2026 lud das Joliot-Curie-Gymnasium zu einer Fragerunde mit dem wiedergewählten Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu ein.

Eigentlich hat es an unserem Gymnasium seit 2015 Tradition, vor anstehenden Wahlen Podiumsdiskussionen zu organisieren. Dieses Jahr fiel der Wahltermin für die Oberbürgermeisterwahl allerdings mitten in die Abiturprüfungen. Weil zudem die Kandidaten erst recht spät feststanden, war eine klassische Diskussion vor der Wahl diesmal einfach nicht machbar.

Ein neues Format nach der Wahl

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern ließ sich davon nicht bremsen und kontaktierte kurzerhand alle vier Kandidierenden für eine Runde nach der Wahl. Der Plan: Der neue Oberbürgermeister und der Zweitplatzierte sollten in kleiner Runde diskutieren. Dabei sollte es um die Auswertung des Wahlkampfs gehen, aber auch um die Frage, wie die Unterlegenen in der Stadtpolitik aktiv bleiben wollen. Da Sebastian Wippel (AfD) jedoch im Vorfeld absagte, entschied man sich, das Gespräch allein mit Octavian Ursu zu führen.

Daraus entstand eine dynamische Fragerunde: Zur Hälfte stellten die Moderatoren aus der Schülerschaft die Fragen, die andere Hälfte kam direkt aus dem Publikum – vor allem von Jugendlichen der 10. und 11. Klassen. Die Themen waren vielseitig: Octavian Ursu wurde unter anderem zu Mitbestimmungsmöglichkeiten für junge Menschen, dem ÖPNV und der Forschung in Görlitz gelöchert.

Ein Schüler wollte wissen, wie sehr der Oberbürgermeister das Ende der Görlitzer Waggonbautradition bedauert und welche Chancen er im Rüstungskonzern KNDS für die Stadt sieht. Ursu antwortete, dass ihn das Ende logischerweise schmerze, da der Waggonbau Görlitz über 160 Jahre lang geprägt habe. Gleichzeitig sehe er durch den deutsch-französischen Hersteller aber auch neue wirtschaftliche Chancen für die Europastadt.

Das Fazit

Am Ende stand ein neues, gelungenes Format, bei dem alle Schülerinnen und Schüler die Chance hatten, Herrn Ursu ganz persönlich Fragen zu stellen. Das gab nicht nur einen spannenden Einblick in die Versprechen des Wahlkampfs, sondern zeigte auch, wie die Umsetzung der gesteckten Ziele nun ganz praktisch angegangen wird.

Fotos: © Stadt Görlitz