Exkursion der Biologiekurse der Jahrgangsstufe 11

Der Schulalltag kann sehr einseitig sein, weshalb die Biologie - Grundkurse der Jahrgangsstufe 11 des Joliot-Curie-Gymnasiums am 3. sowie am 4. Dezember 2025 das DLR-Schülerlabor der Hochschule Zittau/Görlitz besuchten und dabei zusätzliche praktische Erfahrungen sammelten. 

Bei dem Besuch beschäftigten sich die Schüler mit kleinen Ausschnitten aus der modernen Genforschung.

Durch Dr. rer. nat. habil. Thomas Fester wurden die in Gruppen eingeteilten Schüler angeleitet und unterstützt. Nach einer kurzen Einführung, bei welcher der Vorgang einer DNA – Replikation zur Wissensauffrischung wiederholt wurde, folgten Übungen zum genauen Arbeiten mit Mikropipetten, wobei das Umfüllen von Wasser vorerst im Vordergrund stand. Der Umgang mit diesen Pipetten bildet die Grundlage zum wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Genforschung, weshalb Genauigkeit essenziell ist.

Nachdem sichergestellt war, dass die Schüler im Umgang mit den Mikropipetten sicher hantierten, war das nächste Ziel ein Agarose-Gel zu gießen, wobei innerhalb des Gels Probetaschen entstehen sollten (durch das Einsätzen von Kämmen), um diese später mit Markern (zum Markieren der ersten Tasche) sowie DNA-Ladepuffer-Mischungen zu beladen. Die DNA-Proben waren aufgrund von Zeitersparnissen schon vorbereitet. Um die Auswertung des Agarose - Gels zu erhalten, muss die DNA zuvor für 60 Minuten bei 80 Volt von der Kathode zur Anode laufen. Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, wird das Gel unter dem Geldoku-System platziert, wodurch die DNA – Banden im UV-Licht leuchten (DNA bindet den Fluoreszenzfarbstoff).

Nach einer einstündigen Mittagspause, bei der man den lokalen Bäcker unterstützt hat, informierte Prof. Dr. Thomas Wiegert über Zielstellung und Aufbau der Hochschule Zittau/Görlitz und zeigte dabei gleichermaßen mögliche Zukunftsperspektiven für die zukünftigen Anwärter der Hochschulreife auf. 

Darauffolgend wurden Schüler wie auch die begleitende Lehrerin Frau Clausnitzer auf Super - Schmecker, Schmecker und Nicht – Schmecker getestet. Dafür wurden Bitterstoff-Schmeckstreifen in unterschiedlichen Varianten genutzt, die demzufolge differenzierte Reaktionen der einzelnen Personen hervorriefen. 

Abschließend wurden durch die Schüler Präparate des eigenen Speichels angefertigt, um diese anschließend unter Lichtmikroskopen zu untersuchen. Damit zusammenhängend sollten die Schüler ihre DNA extrahieren, wofür diese ihren Mund intensiv mit Salzlösung spülten und die daraus gewonnene Flüssigkeit in ein 1,5ml Reaktionsgefäß pipettierten. Anschließend wurden die Proben für 90 Sekunden bei 4000g zentrifugiert, wobei die Schüler großes Interesse wie auch Begeisterung gegenüber der Ultrazentrifuge zeigten, weshalb umso größere Enttäuschung herrschte, als der Versuch aus Zeitgründen nicht vollendet werden konnte.

Resümierend erlebten die Schüler der Jahrgangsstufe 11 eine gelungene Exkursion die sowohl praktische Fähigkeiten als auch fachspezifisches Wissen bezüglich der Genforschung vermittelte.

 

Anica Czarnowsky, Charlotte Rothenburger, Florentine Scholz, Antonia Skuras